26.09.2017 Ankunft in GB und Edinburgh 1. Tag



28.09.2017

Die Nacht war so la-la, gegen das Brummen des Schiffantriebes habe ich mir irgendwann Stöpsel in die Ohren gesteckt, trotzdem war der Schlaf nicht sonderlich erholsam. Als Irmi im Bad ist, beginnt das Schiff langsam zu rollen, sich also um seine Längsachse zu bewegen. Die See ist zwar ruhig, aber eine lange Dünung läuft von Osten, aus der Nordsee kommend quer gegen das Schiff. Noch vor dem Frühstück nimmt Irmi eine Reisetablette.

Auch das Frühstücksbüffet ist gut, aber sehr englisch, also mit Bohnen, Bratkartoffeln etc. Wir nehmen viel Obst, das reichlich vorhanden ist, also karibisches Frühstück in der Nordsee.

Die britische Insel begrüßt uns mit blauen Himmel und Nebel über dem Meer.

An Land dann muss ich mich auf den Linksverkehr konzentrieren, was ganz gut klappt. Höchste Konzentration erfordern Einmündungen, zuerst muss man nach links schauen (das gilt auch für Fußgänger), dann nicht auf der falschen Straßenseite landen. Ansonsten wird sehr zügig gefahren, ohne die für uns typische  Aggressivität auf der Autobahn. Auf der Autobahn fahren aber auch Traktoren, was immer wieder zu doch brenzligen Situationen führt.

Erst fahren wir durch den Nebel, dann kommt die Sonne heraus und Irmi ist der Ansicht, wir fahren offen. Das Außenthermometer des Golf zeigt mal gerade 15°C an. Trotzdem das Dach auf, Jacken an, Heizung auf Vollgas und Sitzheizung auch und los geht es. Es macht Spaß, man bekommt einfach mehr mit und hat bessere Sicht. Aber auch die „Landluft“ erleben wir ungefiltert, aber  nicht zu häufig.

In Edinburgh finden wir dank des Navi unser Guesthouse problemlos (Appin House, 4 Queens Crescent, 55.9339108,-3.1725142) und es ist so, wie ich es mir vorgestellt habe, plüschig britisch. Der Wirt ist ein unglaublich freundlicher Kerl, der meint, uns in fünf Minuten den Weg mit dem Bus ins Zentrum und dort alle Sehenswürdigkeiten erklären zu müssen.  Dann bewundert er noch unseren Golf und erzählt von seinem alten Mini und wie er den ersten Golf GTI bewundert hat, wir kommen kaum auf das Zimmer.

Mit dem Bus, der fast vor der Haustüre hält, fahren wir ins Zentrum, durch das wir bis zur Dämmerung schlendern. Am Grassmarket unterhalb des Castle essen wir recht gut bei einem Italiener, das Wetter lässt es zu, im Freien. Auf Wein im Lokal werden wir in Zukunft verzichten, €5 für 0,175ltr Vino Nero d‘Avolo ist doch schon recht happig.

Im Bus geht es zurück ins Guest House und zu Fuß ins nahe Pub, dort ist es gemütlich und wir werden morgen dort essen, ich die schottische Spezialität Haggis, eine Mischung aus Innereien im Schafmagen, es soll trotz der etwas abstoßenden Beschreibung sehr lecker sein.  

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