Posts

Es werden Posts vom Oktober, 2017 angezeigt.

Epilog: Einige Gedanken zu Schottland und Great Britain.

Einige Gedanken zu Schottland und Great Britain. Das Fahren auf der linken Seite ging besser als erwartet, selbst Irmi ist gefahren. Beim Einfahren aus z.B. Parkplätzen auf die Straße muss man sich sehr konzentrieren, um nicht wie gewohnt auf der rechten Seite zu landen. Man parkt auch auf Hauptstraßen links entgegen der Fahrtrichtung, das verwirrt manchmal. Bei Linkskurven sitzt man ja als Fahrer direkt am Straßenrand und sieht nichts, ein komisches Gefühl. Die Straßen sind i.d.R. schlechter als bei uns. Die Straßen sind oft schmal und nie begradigt worden. Auch die Hügel wurde nicht abgetragen oder die Senken aufgefüllt, so fährt man steil hinauf, sieht an der Kuppe gar nichts außer dem Himmel und dann wieder steil hinab. Längere LKW haben da so ihre Probleme, was im Asphalt deutliche Spuren hinterlassen hat. Sie sind oft nur einspurig, es gibt aber ausreichend „Passing Places“, an denen man wartet und den anderen vorbei lässt. Das klappt hervorragend und man bedankt...

11.10.2017 Die Überfahrt und zurück nach Hannover

11.10.2017 Die Überfahrt und zurück nach Hannover Nach Mitternacht werden wir mehrmals wach, weil das Schiff ordentlich Seegang hat und wir hin und her schaukeln. Stehend muss man sich festhalten. Der Seegang bleibt, Irmi nimmt noch eine Tablette und nur ein „caribian breakfast“ (Obst) zu sich. Ich habe keine Probleme und genieße das umfangreiche Buffet. Pünktlich kommen wir im Amsterdam an, das Ausschiffen dauert ein wenig, da wir auf einem oberen Deck stehen und warten müssen, bis die unteren Autos weg sind und die Rampe heruntergelassen werden kann. Die Rückfahrt nach Hannover verläuft zügig, der Golf schnurrt wie eh und je, von dem Schluckauf in Glasgow ist seitdem nichts mehr zu spüren. Der Sturm hat in unserem Garten einiges umgeworfen, aber es ist weit weniger passiert als befürchtet.

10.10.2017 Newcastle upon Tyne

10.10.2017 Newcastle upon Tyne Erstaunlich, was heute dem Gast zugemutet wird und der es akzeptiert. Der reguläre Hotelpreis ist angeblich 170 Pfund incl. Frühstück. Außer leerer Tische und einem Buffet, an dem man sich sogar Tasse, Besteck und Serviette holen muss, ist nichts an Service vorhanden. Nur selber kochen muss man noch nicht. Die überwiegend jungen Businesspeople scheint es nicht zu stören, manchen trinken ihren Kaffee auch hier schon aus dem Pappbecher. Schlechte Gewohnheiten kann man halt nur schlecht ablegen. Wir bummeln zum Tyne und besichtigen von einer alten, zweigeschossigen Brücke(oben Eisenbahn, unten Autos und Fußgänger) andere Brücken, auch die neue, eindrucksvolle Fußgängerbrücke. Der Dreck, insbesondere Taubendreck, stößt uns ab. Am Castle stellen wir verwundert fest, dass man offensichtlich Teile davon der Eisenbahnstrecke geopfert hat, sie geht mitten durch selbiges. Auf dem Weg ins Zentrum kommen wir an viel Leerstand und schmuddeligen Ecken vorb...

09.10.2017 Lockerbie und Hadrianswall

09.10.2017 Wir verabschieden uns von der warmherzigen Wirtin und fahren offen, denn während ich ein Hotel in Newcastle gebucht habe, hat Irmi das Verdeck geöffnet, es scheint nämlich die Sonne. In Lockerbie gehen wir zu dem Denkmal für die Toten des Anschlags vom 21.12.1988. 290 Menschen starben, Passagiere, Crew und Einwohner, als eine Boeing 747 mittels Sprengstoff   über Lockerbie zum Absturz gebracht wurde. Große Teile des Flugzeuges sind dann in den Ort gestürzt. Den Weg nach Newcastle wählen wir entlang des Hadrianswalls, die Straße verläuft teils neben, teils direkt auf dem römischen Schutzwall. Ab Lanercost, wo wir die Reste einer Augustinerabtei samt Kloster aus dem 12. Jahrhundert besichtigen, fahren wir parallel oder zum Teil auch auf dem Hadrianswall, dem englischen Limes, den die Römer hier im 2. Jahrhundert errichtet haben. Aus Steinen, die hier ja reichlich vorhanden sind, nicht aus Holz wie in Germanien. Der Wall ist teilweise erstaunlich gut er...

08.10.2017 Glasgow

Glasgow, mit langen A gesprochen macht uns irgendwie nicht an. Die Stadt ist voll von Menschen, denn fast alle Geschäfte sind offen, obwohl Sonntag ist. Auch die Müllabfuhr fährt, die Grünanalagen werden gepflegt und Handwerker werkeln an irgendetwas. Nichts ist hier mehr zu spüren vom britischen „Totensonntag“. Mitten am George Square plötzlich muckt der Golf massiv.   Der Motor stirbt fast ab, nimmt kein Gas mehr an, spuckt und geht dann ganz aus. Ich starte erneut, er springt spuckend an und ich rette mich auf die Busspur, mache den Warnblinker an, steige aus, öffne die Motorhaube und schaue mehr als ratlos auf den Motor. Kein Kabel ab, kein Schlauch ab, keine Ahnung, was ihm fehlt oder was er hat. Ich spiele am Gaszug herum, plötzlich nimmt der Motor wieder Gas an, dreht auf Vollgas hoch und läuft rund.    Direkt am Square finden wir einen Parkplatz und bummeln von dort durch das Zentrum. Wie gesagt, Glasgow macht uns nicht an, besonders mich nicht, da ic...