08.10.2017 Glasgow




Glasgow, mit langen A gesprochen macht uns irgendwie nicht an. Die Stadt ist voll von Menschen, denn fast alle Geschäfte sind offen, obwohl Sonntag ist. Auch die Müllabfuhr fährt, die Grünanalagen werden gepflegt und Handwerker werkeln an irgendetwas. Nichts ist hier mehr zu spüren vom britischen „Totensonntag“. Mitten am George Square plötzlich muckt der Golf massiv.  Der Motor stirbt fast ab, nimmt kein Gas mehr an, spuckt und geht dann ganz aus. Ich starte erneut, er springt spuckend an und ich rette mich auf die Busspur, mache den Warnblinker an, steige aus, öffne die Motorhaube und schaue mehr als ratlos auf den Motor. Kein Kabel ab, kein Schlauch ab, keine Ahnung, was ihm fehlt oder was er hat. Ich spiele am Gaszug herum, plötzlich nimmt der Motor wieder Gas an, dreht auf Vollgas hoch und läuft rund.   
Direkt am Square finden wir einen Parkplatz und bummeln von dort durch das Zentrum.
Wie gesagt, Glasgow macht uns nicht an, besonders mich nicht, da ich mit den Gedanken beim Motor bin.

Bei einem Cappuccino buchen wir unser nächstes Bett südlich von  New Galloway. Der Weg dahin führt auf zum Teil einspurigen Straßen zwischen den typischen Mauern durch Gegenden, in die sich nur selten Touristen verirren, den B&B wird kaum noch angeboten. Vorbei am Loch Ken, einem Anglerparadies  und durch eine wunderschöne Landschaft erreichen wir unser B&B, eine bereits 1949 geschlossene Railway Station CastleDouglas, wunderschön. Einen alten Waggon kann man als Ferienwohnung mieten. Der Golf hat nicht mehr gemuckt.

Bei einem superfreundlichen Inder (Bedienung in weißen Handschuhen) essen wir zu Abend und lassen den Tag bei einem Whisky im Wintergarten ausklingen. Ein elektrischer Kamin flackert und wärmt Körper und auch ein bisschen die Seele.     

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

2019 Mit den Hurtigrouten nach Kirkenes und dem Auto zurück nach Hannover

2018 Reise zum Enkelkind nach Mirabeau und dann weiter nach Nordspanien

2018 Jordanien