09.10.2017 Lockerbie und Hadrianswall
09.10.2017
Wir verabschieden uns von der warmherzigen Wirtin und fahren
offen, denn während ich ein Hotel in Newcastle gebucht habe, hat Irmi das
Verdeck geöffnet, es scheint nämlich die Sonne.
In Lockerbie gehen wir zu dem Denkmal für die Toten des
Anschlags vom 21.12.1988. 290 Menschen starben, Passagiere, Crew und Einwohner,
als eine Boeing 747 mittels Sprengstoff über
Lockerbie zum Absturz gebracht wurde. Große Teile des Flugzeuges sind dann in
den Ort gestürzt.
Den Weg nach Newcastle wählen wir entlang des Hadrianswalls,
die Straße verläuft teils neben, teils direkt auf dem römischen Schutzwall.
Ab Lanercost, wo wir die Reste einer Augustinerabtei samt
Kloster aus dem 12. Jahrhundert besichtigen, fahren wir parallel oder zum Teil
auch auf dem Hadrianswall, dem englischen Limes, den die Römer hier im 2. Jahrhundert
errichtet haben. Aus Steinen, die hier ja reichlich vorhanden sind, nicht aus
Holz wie in Germanien. Der Wall ist teilweise erstaunlich gut erhalten, auch
die Grundmauern der Wachtürme und einiger Kastelle sind noch zu sehen.
Wir sehen viele Wanderer, auch Weitwanderer mit großem
Gepäck, die diesen Wall abwandern. Eine zum Teil sehr matschige Angelegenheit,
so, wie die aussehen.
In Newcastle habe ich uns das Hampton by Hilton gebucht, ein
typisches, gesichtsloses Businesshotel. Aber es ist mitten in der Stadt, nahe
an der Fähre und war das preiswerteste Angebot.
Zu Abend essen wir im Portofino, einem „Italiener“ mit
spanischer Bedienung. Das Lokal ist eher ein viktorianischer Wartesaal, bis zur
mindestens 8m hohen Decke mit Keramik reich verziert, es hat seinen Charme,
aber auch seine akustischen Probleme.
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