10.10.2017 Newcastle upon Tyne
10.10.2017 Newcastle upon Tyne
Erstaunlich, was heute dem Gast zugemutet wird und der es
akzeptiert. Der reguläre Hotelpreis ist angeblich 170 Pfund incl. Frühstück. Außer
leerer Tische und einem Buffet, an dem man sich sogar Tasse, Besteck und
Serviette holen muss, ist nichts an Service vorhanden. Nur selber kochen muss
man noch nicht. Die überwiegend jungen Businesspeople scheint es nicht zu stören,
manchen trinken ihren Kaffee auch hier schon aus dem Pappbecher. Schlechte
Gewohnheiten kann man halt nur schlecht ablegen.
Wir bummeln zum Tyne und besichtigen von einer alten,
zweigeschossigen Brücke(oben Eisenbahn, unten Autos und Fußgänger) andere
Brücken, auch die neue, eindrucksvolle Fußgängerbrücke. Der Dreck, insbesondere
Taubendreck, stößt uns ab. Am Castle stellen wir verwundert fest, dass man
offensichtlich Teile davon der Eisenbahnstrecke geopfert hat, sie geht mitten
durch selbiges. Auf dem Weg ins Zentrum kommen wir an viel Leerstand und
schmuddeligen Ecken vorbei, ich fühle mich an Oberhausen vor zwanzig Jahren erinnert.
Die Einkaufsstraßen und Shopping Malls sind voller Menschen,
obwohl es doch ein normaler Vormittag unter der Woche ist. Auch hier viel Müll
auf der Straße, überall Zigarettenkippen und Kaugummi auf dem Pflaster. Schottland
ist da viel sauberer!
Auf dem Weg zur Fähre kurven wir durch Vorstadtsiedlungen,
weil der vom Navi gewählte Weg durch Baustellen blockiert ist. Hier ist es
deutlich sauberer und gepflegter.
Wir müssen nur wenig warten, bis wir auf das Schiff dürfen.
Die Wartezeit bis zum Abendessen überbrücken wir in der Bar bei einem Bier. Das
Abendessen, Steaks von schottischen Hochlandrindern ist hervorragend, so gute Steaks
haben wir selten gegessen.
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